AKTUELLES

  • Kosten für den Schlüsseldienst als Handwerkerleistung absetzen!

    Ist die Tür zugeschlagen und der Schlüssel liegt in der Wohnung oder im Haus und ist auch noch der Nachbar mit dem Zweitschlüssel für alle Fälle gerade im Urlaub, dann ist guter Rat teuer und es bleibt in einer solchen Situation häufig nur die Hilfe eines professionellen Schlüsseldienstes. Und das kann schnell ins Geld gehen.
    [mehr]

  • Steueränderungen 2018

    Auch wenn in zurückliegender Zeit weniger Steuergesetze verabschiedet wurden und die Arbeit einer neuen Bundesregierung noch auf sich warten lässt, treten zum Beginn des kommenden Jahres bei der Einkommensteuer und Sozialversicherung zahlreiche Neuregelungen in Kraft. Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BVL) erläutert die wichtigsten Änderungen für Arbeitnehmer und Ruheständler.
    [mehr]

  • Lohnsteuerermäßigung: Mit Antrag bis 30.11.2017 Steuererstattung bereits im Dezember 2017 kassieren!

    Arbeitnehmer können für steuermindernde Ausgaben einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Bis zum 30. November 2017 kann ein Freibetrag auch noch für das aktuelle Jahr be-rücksichtigt werden.
    [mehr]

Willkommen beim Lohnsteuer-Beratungs-Verein e.V.

Einkommenssteuer
 

Unfallkosten auf dem Weg zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte steuerlich geltend machen!

26.01.2017

Schnee und spiegelglatte Straßen haben in den letzten Wochen auch im Berufsverkehr zu zahlreichen Unfällen geführt. Glücklicherweise handelt es sich in den meisten Fällen nur um Sachschäden. Dabei stellt sich die Frage, ob die von der Versicherung nicht übernommenen Kosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Hierzu erläutert Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbandes Lohnsteuerhilfevereine (BVL): „Grundsätzlich werden für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte neben der Entfernungspauschale keine weiteren Kosten anerkannt. So hatte beispielsweise der Bundesfinanzhof den Abzug von Reparaturkosten aufgrund einer Falschbetankung auf dem Arbeitsweg abgelehnt (Urteil vom 20.03.2014, Az. VI R 29/13, BStBl 2014 II, S. 849).

Glücklicherweise schließt sich die Finanzverwaltung bei Unfallschäden der strengen Rechtsprechung nicht an und erkennt den Werbungskostenabzug für selbst verschuldete Unfälle auf dem Arbeitsweg weiterhin an (BMF-Schreiben vom 31.10.2013, BStBl 2013 I S. 1376). Diese Billigkeitsregelung hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Michel Meister, im vergangenen Jahr auf eine parlamentarische Anfrage nochmals ausdrücklich bestätigt (BT-Drs. BT-DS 18/8523, S. 35).

BVL-Geschäftsführer Nöll begrüßt diese Rechtsauffassung, mit der eine Schlechterstellung gegenüber bisheriger Rechtsauffassung vermieden wird: „Wer auf dem Weg zur Arbeit zu Schaden gekommen ist, kann deshalb die entstandenen Aufwendungen als Werbungskosten in seine Steuererklärung eintragen.“ Abgesetzt werden können beispielsweise Abschlepp- und Reparaturkosten. Bei einem Totalschaden erkennt das Finanzamt nur den verbleibenden buchungsmäßigen Restwert des PKW an, jedoch nicht den Wiederverkaufs- oder Verkehrswert. Wenn bei älteren PKW die Abschreibung bereits abgelaufen ist, verbleibt kein absetzbarer Restwert.

 
Facebook Like aktivieren
 
 
 
 
Copyright © LBV 2012 Seite weiterempfehlen