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Einkommenssteuer
 

Auch Mieter können haushaltsnahe Dienstleistungen bzw. Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen

22.05.2012

Vielen Mietern ist nicht bewußt, dass sie Teile der Betriebskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen von der Steuer absetzen können.

Mieter erhalten im Frühjahr/Sommer regelmäßig die Betriebskostenabrechnung
des vorangegangenen Jahres. Vor allem steigende Energiekosten haben
in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die "zweite Miete" immer
höher ausfällt. Vielen Mietern ist nicht bewusst, dass sie Teile der Betriebskosten
als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen von
der Steuer absetzen können.


In Betracht kommen beispielsweise Aufwendungen für Treppenhausreinigung,
Hausmeister, Winterdienst und Gartenpflege (haushaltsnahe Dienstleistungen)
oder Wartungskosten für Aufzug, Heiztherme, Feuerlöscher und
Kosten für den Schornsteinfeger (Handwerkerleistungen). Unabhängig vom
eigenen Steuersatz kann jeder Steuerpflichtige seine Steuerlast um 20% der
angefallenen Kosten mindern. Bei haushaltsnahen Dienstleistungen werden
höchstens Aufwendungen in Höhe von 4.000 EUR im Jahr und bei Handwerkerleistungen
höchstens in Höhe von 1.200 EUR jährlich steuerlich berücksichtigt.
Die auf den einzelnen Mieter entfallenden Aufwendungen müssen
entweder in der Jahresabrechnung gesondert aufgeführt sein oder durch eine
Bescheinigung des Vermieters nachgewiesen werden.


Vermieter übersenden die Betriebskostenabrechnung des vorangegangen
Jahres häufig spät, so dass die Einkommensteuererklärung entweder noch
nicht beim Finanzamt abgegeben werden kann oder ohne haushaltsnahe
Dienstleistungen bzw. Handwerkerleistungen abgegeben wird.


Erich Nöll, Geschäftsführer des BDL erklärt: „ Aufwendungen für regelmäßig
wiederkehrende Dienstleistungen (wie z.B. Reinigung des Treppenhauses,
Gartenpflege, Hausmeister) können grundsätzlich in Höhe der im Veranlagungsjahr
geleisteten Vorauszahlungen berücksichtigt werden (vgl. BMFSchreiben
vom 15.02.2010 Rz. 42). Diese Vereinfachungsregelung gilt
selbstverständlich auch für die Eigentümer von selbstgenutzten Eigentumswohnungen."

 
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