AKTUELLES

  • Mehr steuerfrei für Helfer*innen in Impf- und Testzentren

    Bisher ist noch wenig bekannt: Die vielen freiwilligen Helfer*innen in Corona-Impf- und Test-zentren können ihre nebenberuflichen Einnahmen als Übungsleiterfreibetrag oder als Ehrenamtspauschale steuer- und sozialversicherungsfrei erhalten, macht Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin aufmerksam. Auf diese steuerliche Entlastung haben sich Bund und Länder für die Jahre 2020 und 2021 geeinigt.
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  • Dienstwagen zu Corona-Zeiten - Steuern sparen durch Einzelbewertung!

    Zu Corona-Zeiten fahren viele Beschäftigte nicht mehr täglich zum Betrieb, sondern arbeiten im Homeoffice. Dienstfahren entfallen und es wird per Schaltkonferenz getagt. Dienstwagen kommen sowohl dienstlich als auch privat deutlich seltener zum Einsatz. Dennoch wird der geldwerte Vorteil, den der Arbeitnehmer durch den Dienstwagen hat, jeden Monat als Sachbezug versteuert.
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  • Immer mehr Rentner in der Steuerpflicht

    Rentner*innen sollten sich jedes Jahr aufs Neue fragen, ob sie Steuern zahlen müssen und ob eine Steuererklärung Pflicht ist.
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Einkommenssteuer
 

Besuchsfahrten zu den beim anderen Elternteil lebenden Kindern sind steuerlich nicht zu berücksichtigen!

31.08.2012

Will der barunterhaltspflichtige Elternteil (in der Regel der Vater) den Kontakt mit seinem getrennt lebenden Kind aufrechterhalten, muss er weite Wege und damit hohe Aufwendungen für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung, ggf. auch für Flüge und Mietwagen in Kauf nehmen.

Nach einer Trennung beginnen die früheren Partner häufig in anderen Städten ein neues Leben. Dennoch können sie den Kontakt nicht voll-ständig abbrechen, wenn sie ein gemeinsames Kind haben. Will der barunterhaltspflichtige Elternteil (in der Regel der Vater) den Kontakt mit seinem getrennt lebenden Kind aufrechterhalten, muss er weite Wege und damit hohe Aufwendungen für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung, ggf. auch für Flüge und Mietwagen in Kauf nehmen.

Mit Beschluss vom 15.5.2012 (Az.: VI B 111/11) hat der Bundesfinanzhof (BFH) die eingereichte Beschwerde, ob Umgangskosten des barunterhalts-verpflichteten Elternteils unter Berücksichtigung der zumutbaren Belastung als außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 Einkommensteuergesetz (EStG) abziehbar sein können, als unbegründet abgelehnt. Weil der Streitfall keine grundsätzliche Bedeutung hat und bereits höchstrichterlich geklärt ist.

Der sechste Senat des BFH sah in den Fahrtkosten typische Aufwendungen der privaten Lebensführung, die durch den Grundfreibetrag nach § 32a Abs. 1 Nr. 1 EStG ausreichend berücksichtigt worden sind. Das gilt auch für Wo-chenendfahrten eines alleinstehenden Elternteils zu den von ihm getrennt lebenden Kindern. Das Argument, Fahrtkosten zur Wahrnehmung des Um-gangsrechts bzw. der Umgangspflicht bei getrennt lebenden Eltern seien zwangsläufig, konnte die Richter nicht überzeugen. Außergewöhnliche - also unübliche - Ausgaben für Fahrten zu nahen Angehörigen liegen somit nur vor, wenn die Besuche ausschließlich der Heilung oder Linderung einer Krankheit des Verwandten dienen. Das bloße Erfüllen der elterlichen Pflich-ten ist aber nicht außergewöhnlich. Schließlich ist es heutzutage nicht mehr unüblich, dass Kinder von ihren Eltern getrennt leben, sei es aufgrund der Trennung der Eltern oder etwa wegen eines Krankenhaus- oder Auslands-aufenthaltes

 
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