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Einkommenssteuer
 

Häusliches Arbeitszimmer (Home-Office) - keine regelmäßige Arbeitsstätte!

21.06.2012

Arbeitnehmer, die im Betrieb des Arbeitgebers keinen festen Arbeitsplatz haben, z. B. Heimarbeiter

Arbeitnehmer, die im Betrieb des Arbeitgebers keinen festen Arbeitsplatz haben, z. B. Heimarbeiter, Verbandsprüfer oder Reisevertreter (also Arbeitnehmer, die Kunden ihres Arbeitgebers von daheim aus betreuen), unterhalten in ihrer Wohnung häufig ein Büro, Arbeitszimmer bzw. Home- Office. Hier werden Aufgaben im direkten Zusammenhang mit Ihrer Berufstätigkeit ausgeübt.

Die Oberfinanzdirektionen (OFD) Rheinland und Münster weisen darauf hin, dass aufgrund geänderter Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs vom 9.6.2011 (VI R 58/09, VI R 55/10) das häusliche Arbeitszimmer keine "regelmäßige Arbeitsstätte" mehr sein kann.

Räume, die sich in unmittelbarer Nähe zur Wohnung des Arbeitnehmers befinden, von den übrigen Räumen der Wohnung nicht getrennt sind und keine in sich geschlossene Einheit bilden (wie dies zum Beispiel beim Home-Office oder einem häuslichen Arbeitszimmer in der Regel der Fall ist), gelten nicht als Betriebsstätte des Arbeitgebers. Dies selbst dann, wenn der Arbeitnehmer diese Räume dem Arbeitgeber überlässt (vermietet) und der Arbeitnehmer die Räumlichkeit beruflich nutzt. Folglich stellen derartige Räume keine regelmäßige Arbeitsstätte dar. „Das Arbeitszimmer in der Wohnung begründet bereits deswegen keine regelmäßige Arbeitsstätte, weil es sich nicht um eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers handelt" (OFD Rheinland bzw. OFD Münster vom 29.3.2012).

Erich Nöll, Geschäftsführer des BDL, weist daraufhin, dass Fahrten zu den Kunden als Auswärtstätigkeit gelten, denn der Mittelpunkt der Tätigkeit liegt im Außendienst. Durch wöchentliche Fahrten zum Betriebssitz wird auch der Betrieb nicht mehr zur regelmäßigen Arbeitsstätte. Daher sind sowohl die Fahrten zu den Kunden als auch die Fahrten zum Betrieb mit der Dienstreisepauschale oder mit den tatsächlichen Kosten als Werbungskosten absetzbar. Falls die Abwesenheit von der Wohnung mehr als acht Stunden dauert, kann ein Verpflegungsmehraufwand von sechs Euro pro Tag geltend gemacht werden.

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