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  • Mehr steuerfrei für Helfer*innen in Impf- und Testzentren

    Bisher ist noch wenig bekannt: Die vielen freiwilligen Helfer*innen in Corona-Impf- und Test-zentren können ihre nebenberuflichen Einnahmen als Übungsleiterfreibetrag oder als Ehrenamtspauschale steuer- und sozialversicherungsfrei erhalten, macht Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin aufmerksam. Auf diese steuerliche Entlastung haben sich Bund und Länder für die Jahre 2020 und 2021 geeinigt.
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  • Dienstwagen zu Corona-Zeiten - Steuern sparen durch Einzelbewertung!

    Zu Corona-Zeiten fahren viele Beschäftigte nicht mehr täglich zum Betrieb, sondern arbeiten im Homeoffice. Dienstfahren entfallen und es wird per Schaltkonferenz getagt. Dienstwagen kommen sowohl dienstlich als auch privat deutlich seltener zum Einsatz. Dennoch wird der geldwerte Vorteil, den der Arbeitnehmer durch den Dienstwagen hat, jeden Monat als Sachbezug versteuert.
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  • Immer mehr Rentner in der Steuerpflicht

    Rentner*innen sollten sich jedes Jahr aufs Neue fragen, ob sie Steuern zahlen müssen und ob eine Steuererklärung Pflicht ist.
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Einkommenssteuer
 

Besteuerungsverfahren muss fair bleiben - Digitale Finanzverwaltung darf die Lasten nicht auf die Steuerpflichtigen verschieben

17.11.2014

Bund und Länder bereiten die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens vor. Nach der Finanzministerkonferenz warb das Bayerische Finanzministerium offiziell mit konkreten Vereinfachungsvorschlägen. Die Finanzverwaltung setzt ganz auf die elektronische Kommunikation.

Der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL), der Bund der Steuerzahler (BdSt), der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) und der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) sind sich in der Bewertung der Vorschläge einig. Sie begrüßen grundsätzlich den Bürokratieabbau durch Elektronik, warnen aber davor, den elektronischen Finanzbeamten einzuführen. Beispielsweise dürfen Daten, die Dritte, wie Krankenkassen, Arbeitgeber oder Rentenversicherung, an die Verwaltung melden, nicht einfach maschinell vom Finanzamt zu Grunde gelegt werden. Der Steuerpflichtige muss die Möglichkeit haben, auch diese von Dritten übermittelten Daten seiner Steuererklärung
überprüfen zu können. Weichen die Daten des Steuerpflichtigen ab, muss das Finanzamt auch künftig verpflichtet sein, persönlich in die Prüfung einzusteigen. Andernfalls wird letztendlich der Amtsermittlungsgrundsatz im Interesse des Fiskalstaats aufgegeben.


Die Abgabenordnung – das Gesetz zur Durchführung des Steuerverfahrens – stammt zum großen Teil noch aus dem Jahr 1977. Wichtige technische Neuerungen wie E-Mails oder die Möglichkeit, Belege einzuscannen und elektronisch zu übermitteln, werden gesetzlich und technisch von der Finanzverwaltung noch nicht in ausreichendem Maße unterstützt. Mit den nun veröffentlichten Vorschlägen gehen Bund und Länder in die richtige Richtung. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Entlastung der Finanzverwaltung nicht auf Kosten einer deutlich höheren Belastung auf Seiten der Steuerpflichtigen und ihrer Berater erfolgt.


Das Verbändebündnis von BDL, BdSt, DStV und NVL setzt sich seit rund drei Jahren für die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ein.

 
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