Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Mehr InformationenVerstanden

AKTUELLES

  • Steuerfreie Gehaltsextras für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel

    Gehaltserhöhungen werden in vielen Fällen durch Steuern und Sozialabgaben auf rund die Hälfte gemindert. Als Alternative bieten sich steuer- und sozialabgabenfreie Gehaltsbestandteile an, wie zum Beispiel Fahrtickets für öffentliche Verkehrsmitteln. Seit Beginn dieses Jahres haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für viele Arbeitnehmer verbessert. Details der neuen Steuerbefreiungsvorschrift hat jetzt das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 15. August 2019 erläutert.
    [mehr]

  • Ausbildungsvertrag in der Tasche - Folgen für Kindergeld und Steuer

    Fast eine halbe Million Schulabgänger starten in den kommenden Wochen in das Berufsleben. Ein neuer Lebensabschnitt, der auch steuerliche Fragen mit sich bringt. Wie geht es weiter mit dem Kindergeld und was gilt für die Lohnsteuer? Erich Nöll vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BVL) informiert Auszubildende und Eltern über Regeln und Pflichten:
    [mehr]

  • Finanzamt an privaten Schulkosten beteiligen

    Das neue Schul- und Ausbildungsjahr hat für viele bereits begonnen oder steht vor der Tür. Besuchen junge Leute eine Schule in privater Trägerschaft oder zahlen ihre Ausbildung selbst, wird es schnell teuer. Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BVL) erklärt, wie Eltern mit diesen Aufwendungen ihre Einkommensteuer mindern können.
    [mehr]

Willkommen beim Lohnsteuer-Beratungs-Verein e.V.

Einkommenssteuer
 

Besuchsfahrten zu den beim anderen Elternteil lebenden Kindern sind steuerlich nicht zu berücksichtigen!

31.08.2012

Will der barunterhaltspflichtige Elternteil (in der Regel der Vater) den Kontakt mit seinem getrennt lebenden Kind aufrechterhalten, muss er weite Wege und damit hohe Aufwendungen für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung, ggf. auch für Flüge und Mietwagen in Kauf nehmen.

Nach einer Trennung beginnen die früheren Partner häufig in anderen Städten ein neues Leben. Dennoch können sie den Kontakt nicht voll-ständig abbrechen, wenn sie ein gemeinsames Kind haben. Will der barunterhaltspflichtige Elternteil (in der Regel der Vater) den Kontakt mit seinem getrennt lebenden Kind aufrechterhalten, muss er weite Wege und damit hohe Aufwendungen für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung, ggf. auch für Flüge und Mietwagen in Kauf nehmen.

Mit Beschluss vom 15.5.2012 (Az.: VI B 111/11) hat der Bundesfinanzhof (BFH) die eingereichte Beschwerde, ob Umgangskosten des barunterhalts-verpflichteten Elternteils unter Berücksichtigung der zumutbaren Belastung als außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 Einkommensteuergesetz (EStG) abziehbar sein können, als unbegründet abgelehnt. Weil der Streitfall keine grundsätzliche Bedeutung hat und bereits höchstrichterlich geklärt ist.

Der sechste Senat des BFH sah in den Fahrtkosten typische Aufwendungen der privaten Lebensführung, die durch den Grundfreibetrag nach § 32a Abs. 1 Nr. 1 EStG ausreichend berücksichtigt worden sind. Das gilt auch für Wo-chenendfahrten eines alleinstehenden Elternteils zu den von ihm getrennt lebenden Kindern. Das Argument, Fahrtkosten zur Wahrnehmung des Um-gangsrechts bzw. der Umgangspflicht bei getrennt lebenden Eltern seien zwangsläufig, konnte die Richter nicht überzeugen. Außergewöhnliche - also unübliche - Ausgaben für Fahrten zu nahen Angehörigen liegen somit nur vor, wenn die Besuche ausschließlich der Heilung oder Linderung einer Krankheit des Verwandten dienen. Das bloße Erfüllen der elterlichen Pflich-ten ist aber nicht außergewöhnlich. Schließlich ist es heutzutage nicht mehr unüblich, dass Kinder von ihren Eltern getrennt leben, sei es aufgrund der Trennung der Eltern oder etwa wegen eines Krankenhaus- oder Auslands-aufenthaltes

 
Facebook Like aktivieren
 
 
 
 
Copyright © LBV 2012 Seite weiterempfehlen