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AKTUELLES

  • Steuerfreie Gehaltsextras für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel

    Gehaltserhöhungen werden in vielen Fällen durch Steuern und Sozialabgaben auf rund die Hälfte gemindert. Als Alternative bieten sich steuer- und sozialabgabenfreie Gehaltsbestandteile an, wie zum Beispiel Fahrtickets für öffentliche Verkehrsmitteln. Seit Beginn dieses Jahres haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für viele Arbeitnehmer verbessert. Details der neuen Steuerbefreiungsvorschrift hat jetzt das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 15. August 2019 erläutert.
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  • Ausbildungsvertrag in der Tasche - Folgen für Kindergeld und Steuer

    Fast eine halbe Million Schulabgänger starten in den kommenden Wochen in das Berufsleben. Ein neuer Lebensabschnitt, der auch steuerliche Fragen mit sich bringt. Wie geht es weiter mit dem Kindergeld und was gilt für die Lohnsteuer? Erich Nöll vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BVL) informiert Auszubildende und Eltern über Regeln und Pflichten:
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  • Finanzamt an privaten Schulkosten beteiligen

    Das neue Schul- und Ausbildungsjahr hat für viele bereits begonnen oder steht vor der Tür. Besuchen junge Leute eine Schule in privater Trägerschaft oder zahlen ihre Ausbildung selbst, wird es schnell teuer. Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BVL) erklärt, wie Eltern mit diesen Aufwendungen ihre Einkommensteuer mindern können.
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Einkommenssteuer
 

Rentner weiter im Visier der Finanzämter!

20.08.2012

In der Vergangenheit wurden die Steuerakten von Bürgern zumeist nach dem Eintritt in den Ruhestand geschlossen. Mit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes im Jahre 2005 sind wieder mehr Rentner von der Besteuerung betroffen. Allein im Jahre 2005 rutschten rund 1,3 Mio. Ruheständler erstmals in die Steuerpflicht.

In der Vergangenheit wurden die Steuerakten von Bürgern zumeist nach
dem Eintritt in den Ruhestand geschlossen. Mit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes
im Jahre 2005 sind wieder mehr Rentner von der Besteuerung
betroffen. Zahlungen aus Rentenkassen und Versorgungswerken berücksichtigte
das Finanzamt zuvor meist nur mit 27 Prozent, nunmehr sind
es mindestens 50 Prozent und damit fast das Doppelte. Allein im Jahr 2005
rutschten rund 1,3 Mio. Ruheständler erstmals in die Steuerpflicht.


Die Rentenversicherungsträger sind heute verpflichtet, die Höhe der Renten
in Form von so genannten Rentenbezugsmitteilungen automatisch online an
die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) in Brandenburg an der
Havel mitzuteilen. Diese gesetzliche Verpflichtung zur flächendeckenden Information
an den Fiskus, was sie seit 2005 an ihre Empfänger ausbezahlen,
betrifft nicht nur öffentliche und private Rentenkassen und Versorgungswerke,
sondern auch private Lebensversicherer.


In den letzten Jahren wurden so Informationen von Renten- und Pensionskassen,
Versorgungswerken und Lebensversicherern gesammelt. Die Behörde
kennt jeden Ruheständler - und weiß, was er an gesetzlichen und privaten
Renten kassiert.


In einer ersten Phase haben die Wohnsitzfinanzämter in den letzten zwei Jahren
Rentner und Pensionäre geprüft, die für die Jahre 2005 bis 2009 bereits
eine Einkommensteuererklärung abgegeben haben, aber möglicherweise
nicht alle Renten oder Pensionen erklärt hatten.


Zurzeit nehmen die Behörden in Nordrhein-Westfalen Rentner ins Visier, die
den ZfA-Daten zufolge steuerpflichtig sind, sich aber bisher nicht gemeldet
haben. Wenn die Auswertung ergibt, dass gegebenenfalls Steuern zu zahlen
sind, werden die Rentner aufgefordert, eine Steuererklärung abzugeben - im
Zweifel ab 2005. Was seit Jahren angedroht war, wird in diesen Wochen
Realität.


Damit nicht genug. In wenigen Monaten beginnt Phase drei: Von 2013 an tritt
schrittweise die neue EU-Amtshilferichtlinie in Steuerangelegenheiten in Kraft, die den automatischen Informationsaustausch deutlich ausweitet.


EU-Mitgliedsstaaten informieren den deutschen Fiskus dann künftig nicht nur
über Zinseinnahmen, die Deutsche dort erzielen, sondern auch über weitere
Einkünfte - etwa aus Lebensversicherungen und Pensionen. Dann können
Senioren dem Fiskus keine Einkünfte mehr vorenthalten, indem sie das Geld
auf ein Konto im Ausland übertragen.


Erich Nöll, Geschäftsführer des BDL erklärt: „Auch Rentner, die ihren Wohnsitz
ins Ausland verlegt haben und aus Deutschland eine Rente beziehen,
können sich der Besteuerung nicht mehr entziehen. Hierzu wurde eigens ein
Finanzamt in Neubrandenburg eingerichtet, das bundesweit dafür zuständig
ist, Rentner zu ermitteln, die ihren Wohnsitz in Länder verlegt haben, mit denen
ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) besteht und in denen der
deutsche Fiskus das Besteuerungsrecht für aus Deutschland gezahlte Renten
hat. Den Betroffenen kann nur geraten werden, sich zu informieren, ob
und inwieweit eine Steuerpflicht für sie besteht und ggf. eine Steuererklärung
abzugeben.“

 
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