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Einkommenssteuer
 

Steuertipps zum Jahresende!

04.12.2013

Wichtige Tipps zum Steuersparen für Arbeitnehmer zum Jahresende 2013.

1. Werbungskosten für Arbeitnehmer (§ 9 EStG)

Bei vielen Arbeitnehmern wird der jährliche Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro, der jedem Arbeitnehmer ohne Ausgabennachweis zusteht, häufig bereits durch die Geltendmachung der Aufwendungen für Fahrten
zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (ab ca. 15 km Entfernung zur Arbeit) überschritten. Im Dezember 2013 noch verwirklichte und nachgewiesene Ausgaben für weitere Werbungskosten, zum Beispiel Fachliteratur, Notebooks
bis 487 Euro inklusive Umsatzsteuer oder Reparaturen im Arbeitszimmer (wenn die grundsätzlichen Voraussetzungen der Absetzbarkeit vorliegen) helfen beim Steuersparen im Jahr 2013.

2. Mindesteigenbeitrag bei Riester-Verträgen prüfen (§ 10a EStG)

Arbeitnehmer sollten vor Jahresende mit ihrem Vertragspartner prüfen, ob sie im Kalenderjahr 2013 auch 4% des Jahresarbeitslohns des Jahres 2012, maximal 2.100 Euro abzüglich der staatlichen Zulagen als ndesteigenbeitrag
geleistet haben.

Beispiel: Arbeitnehmer mit 52.500 Euro Jahresarbeitslohn:
4% vom Arbeitsbruttolohn des Jahres 2012                               = 2.100 Euro
abzüglich Zulagen für beide Ehegatten                                        =    308 Euro
und für ein Kind (in 2008/später geboren)                                   =    300 Euro
Mindestbeitrag                                                                                   = 1.492 Euro

Hat der Arbeitnehmer beispielsweise in 2013 bisher nur 1.200 Euro gespart, sollte er noch 292 Euro im Dezember 2013 einzahlen. So sichert er sich die höchstmögliche Förderung.

3. Betriebliche Altersvorsorge (§ 3 Nr. 63 EStG)

Im Jahr 2013 kann ein Arbeitnehmer einerseits bis zu 4% seines beitslohns, maximal 4% von 69.600 Euro = 2.784 Euro in eine betriebliche Altersversorgung einzahlen. Bei einer Steuer- und Abgabenlast von 50% reduziert sich auf der anderen Seite sein Arbeitslohn netto lediglich um 1.392 Euro.

4. Außergewöhnliche Belastungen (§ 33 EStG)

Hierunter fallen zum Beispiel insbesondere Ausgaben für Krankheit aber
auch für die Beseitigung von Hochwasserschäden beim selbstgenutzten
Wohneigentum sowie für die dadurch notwendig gewordene Wiederbeschaffung
von Hausrat und Kleidung, wobei eine zumutbare Eigenbeteiligung nicht
von der Steuer abgesetzt werden kann.

Diese berechnet sich wie folgt:
in % vom Gesamtbetrag der Einkünfte

                                                                                                    bis 15.340 bis 51.130 über 51.130 Euro
Ledige ohne Kinder                                                                            5%               6%                 7%
Ehegatten/Lebenspartner
ohne Kinder                                                                                          4%               5%                 6%
Steuerpflichtige mit bis zu
zwei Kindern                                                                                          2%               3%                4%
Steuerpflichtige mit drei oder
mehr Kindern                                                                                         1%               1%                2%.

Im Steuerbescheid für 2012 kann der Gesamtbetrag der Einkünfte näherungsweise abgelesen werden. Muss der Arbeitnehmer nach Abzug aller um die Eigenbeteiligung verminderten Ausgaben mehr als den steuerfreien
Grundfreibetrag von 8.130 Euro (Ledige) bzw. 16.260 Euro (Ehegatten, Lebenspartner)versteuern, sollte er alle Ausgaben in 2013 aufführen. Wird der Grundfreibetrag unterschritten, können keine Steuern gespart werden. Der entsprechende Teil der Ausgaben sollte möglichst erst in 2014 getätigt werden.

5. Haushaltsnahe Handwerkerleistungen (§ 35a Abs. 3 EStG)

Handwerkerrechnungen für Reparaturen, Einbauten und Ausbauten im Haushalt des Steuerpflichtigen führen zu folgendem Steuervorteil: Von maximal 6.000 Euro Arbeitslohn, Maschinen- und Fahrtkosten inklusive USt im Jahr können 20% = 1.200 Euro direkt von der ESt abgezogen werden. Alle Rechnungen müssen unbar beglichen werden. Zu empfehlen ist, Rechnungen, die zur Überschreitung des Höchstbetrages führen, erst Anfang 2014 zu
begleichen, damit diese Kosten nicht verpuffen sondern sich im kommenden Jahr steuerlich auswirken.

6. Letzter Termin für Steuererklärung 2009 (§ 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG)

Viele Arbeitnehmer haben neben dem Arbeitslohn keine weiteren steuerpflichtigen Einnahmen. Obwohl Steuererstattungen zu erwarten sind, haben sie keine Steuererklärung eingereicht. Die betroffenen Arbeitnehmer können noch für 2009 Erstattungen erzielen, wenn sie die Steuererklärungen im Dezember 2013 beim Finanzamt einreichen.

 
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